Website-Gestaltung, Bloggen und SEO mit Drupal CMS

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Drupal ist ein freies Content Management System (CMS), dass unter der GNU-Lizenz verbreitet wird und kostenlos genutzt werden kann. Es eignet sich dazu, komfortabel alle Arten von Websites, von der einfachen Web-Visitenkarte über das Blog bis zum aufwendigen Netzauftritt, zu erstellen. Besonders interessant sind auch die SEO-Tools von Drupal, mit denen man seine Seiten komfortabel für Suchmaschinen optimieren kann.

Gastartikel von Christian Arno.

Drupal ist in PHP geschrieben und modular aufgebaut. Zum Grundmodul kann man Erweiterungen zu den unterschiedlichsten Zwecken installieren und damit gestalterisch so ziemlich alles machen, was mit Websites möglich ist. Das Aussehen von Drupal-Websites wird mit so genannten Templates gesteuert, Vorlagen, die das Layout vorgeben und vom Anwender mit Inhalten gefüllt werden. Die Gestaltung eines solchen Templates bezeichnet man als Theme. Drupal Themes kann man sich aus verschiedenen Quellen, teilweise sogar kostenlos besorgen oder als Experte auch selbst erstellen.

Drupal wird weltweit von vielen Websitegestaltern und -betreibern eingesetzt; sogar eine ganze Reihe bekannte Websites wie die des Weissen Hauses und die von Amnesty International verwendet dieses CMS. Es gibt eine grosse, weltweite Drupal-Community, die in Foren und Chats über die Anwendung des CMS diskutiert. Dabei helfen sich die Mitglieder gegenseitig bei der Lösung ihrer Aufgaben mit Drupal und unterstützen gleichzeitig die Entwickler des Systems bei dessen Ausbau und Verbesserung.

Drupal SEO-Tools

Gerade das Bloggen, aber auch die Gestaltung von Firmenwebsites sind eng mit dem SEO verbunden, da in beiden Fällen erwünscht ist, dass die Seiten bei der Suche nach bestimmten Schlüsselwörtern gefunden werden. Hier hilft Drupal mit einer Reihe von Tools.

Auswahl geeigneter Keywords

Wenn man mit Hilfe von Suchmaschinen Traffic auf eine Seite lenken will, muss man zunächst wissen, mit Hilfe welcher Wörter Surfer nach dem suchen, was auf der Seite geboten wird. Besonders oft werden dabei Kombinationen aus zwei Wörtern verwendet die dann jeweils auf der Website mit einer gewissen Häufigkeit verwendet werden müssen. Wer beispielsweise seinen Urlaub in Südtirol verbringen möchte und dazu Informationen sucht, wird wahrscheinlich „Urlaub Südtirol“, eventuell auch „Ferien Südtirol“ in die Suchmaschine eingeben.

Mit welchen Keywords nach etwas gesucht wird, ist aber nicht immer so offensichtlich. Hier hilft nun das Modul „Keyword Research“ von Drupal mit dem man feststellen kann, mit welchen Worten und Phrasen nach bestimmten Dingen gesucht wird. Es greift auf Quellen im Netz zu, wie etwa auf Google Adwords, einem Dienst, der die Wortkombinationen liefert, mit denen bei Google nach bestimmten Begriffen gesucht wird. Man sollte nun aber nicht unbesehen nach den am häufigsten verwendeten Phrasen greifen, sondern zunächst feststellen, wie häufig diese von Websites bereits verwendet werden. Manchmal kann es nämlich sinnvoll sein, etwas weniger beliebte Kombinationen zu verwenden, wenn hier die Konkurrenz nicht so gross ist.

Dateinamen und Pfade

Google achtet beim Bestimmen der Relevanz einer bestimmten Seite zu einem Keyword bzw. einer Keyword-Kombination nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf den Dateinamen samt Pfad. Daher sind nichtssagende Pfadnamen wie /dateien/22 wenig sinnvoll. Das Drupal-Modul „pathauto“ hingegen erzeugt „sprechende“ Pfadnamen, die Google beim Spidern der Website Hinweise auf den Inhalt der Seiten liefern. Dadurch kann die Suchmaschine die Seiten besser einordnen und es erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Google ihnen eine höhere Relevanz zu den jeweiligen Keywords beimisst.

Meta-Tags, Ãœberschriften und Sitemaps

Früher einmal waren die Meta-Tags, genauer gesagt, diejenigen, in denen Worte stehen, welche den Seiteninhalt beschreiben, die entscheidende Stelle, an denen SEO ansetzte. Heute sind sich die Fachleute uneins darüber, ob sie überhaupt noch eine Bedeutung für die Algorithmen der Suchmaschinen im Allgemeinen und von Google im Besonderen haben. Solange jedoch nicht 100%ig klar ist, dass die Meta-Tags keinerlei Bedeutung mehr haben, sollte man sie beim SEO immer noch im Auge behalten. Auch hierfür gibt es bei Drupal ein Tool: Mit „Nodewords“ kann man automatisch Meta-Tags generieren lassen. So ist man ohne viel Arbeitsaufwand auf der sicheren Seite.

Definitiv wichtig ist jedoch der Titel einer Seite. Hier sollten wichtige Keywords vorkommen. Um ihn zu generieren kann der Drupal-User das Tool „Page Title“ verwenden.

Eine Sitemap ist nicht nur ein Feature, welches den Komfort der Seitenbesucher erhöht. Sie hilft auch Suchmaschinen, die Struktur einer Website zu erkennen. Mit dem Tool „Sitemap“ oder „XML Sitemap“ lässt sich dieses Hilfsmittel komfortabel generieren.

Analyse des Traffics

Das erste, was ein SEO-Fachmann tut, wenn er eine Website optimieren will, ist die Analyse des Traffics, um den Ist-Zustand festzustellen. Damit hat er eine Grundlage, mit der er die Ergebnisse späterer Analysen vergleichen und so feststellen kann, was seine Optimierungsmaßnahmen gebracht haben.

Auch hierfür bietet Drupal ein Modul, dass auf den Traffic-Analysedienst Google Analytics zugreift. Dieser liefert wesentlich mehr und differenziertere Daten als die üblichen Statistikfunktionen von Webservern. Dadurch kann der Admin einiges über das Verhalten der Besucher einer Website erfahren, was Google Analytics aber auch immer wieder einmal ins Visier von Datenschützern geraten lässt.

Ãœber den Autor: Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einem Ãœbersetzungsunternehmen, das professionelle Ãœbersetzungen anbietet. Folge Christian auf Twitter unter @l24de.

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Wer schreibt hier?

Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einem Ãœbersetzungsunternehmen, das professionelle Ãœbersetzungen anbietet. Folge Christian auf Twitter unter @l24de.

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