SCRUM: Fabienne Steiner von Liip AG über Sprints, Backlog und Storys

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An einer Informationsveranstaltung präsentieren die Firmen Liip AG und SwissQ Testing-Verfahren mit der Projektmethodik Scrum am Beispiel des Ringier-Projektes www.vanilla.ch

Einführung in die Projektmethodik „Scrum“ von Fabienne Steiner, Liip AG

Liip AG ist eine Firma mit 50 Mitarbeitern, hauptsächlich Software-Entwickler an den Standorten Freiburg, Bern und Zürich.

Referenzprojekte sind Local.ch, iconomix.ch, schweizr.ch, Migipedia oder das hier vorgestellte vanilla.ch.

Projektmethodik Scrum

Viele Software-Entwicklungsprojekte mit Wasserfall-Methodik werden entweder nicht pünktlich oder nicht innerhalb des verfügbaren Budgets fertiggestellt:

– Die Fehler werden erst am Schluss erkannt
– Der Projekt-Scope ändert über den Zeitverlauf
– Die Spezifikationen sind zu wenig detailliert

Fabienne Steiner von Liip über Scrum

Mit der Projektmethodik Scrum sollen Fehler frühzeitig erkannt und Lösungen möglichst zeitnah erstellt werden.

In Scrum erstellt man kleine Teil-Lösungen (Inkremente) während kurzer Iterationen (Sprints von 1 bis 4 Wochen).

Scrum basiert auf den drei Säulen Transparenz, Inspektion und Adaption.

Was ist Scrum?

– keine herkömmliche Methodik, keine Komplettlösung
– ein Interaktionsmodell mit 3 klaren Rollen
– einigen wenigen klaren Regeln
– wenig vorgegebene Inhalte
– empirischer Prozess
– schlanker Zielprozess

Scrum ist simpel, man muss alte Gewohnheiten aber überwinden und eine agile Vorgehensweise adaptieren.

Ziel von Scrum: schnell Geschäftswert generieren und Software entwickeln, die User-Bedürfnisse befriedigt.

Scrum hilft, Projekte zu optimieren:
– Time to market
– Qualität
– Produktivität

Aber was ist Scrum wirklich?

– Endprodukt unterteilt in kleinere Produkteteile (Inkremente)
Ein kleines Entwicklerteam, das Inkremente in ein grösseres Ganzes integriert.

Alle anfallenden Aufgaben der Business-Seite werden vom Business Owner in einen sogenannten Product Backlog aufgeteilt. Daraus werden die wichtigsten Funktionalitäten bestimmt. Diese werden einzeln vom Entwicklerteam bezüglich Aufwand geschätzt (Planning Poker / Story Points)und in kleine Arbeitspakete aufgeteilt.

An einem sogenannten Daily Scrum werden täglich im Entwicklerteam kurz drei Fragen beantwortet:
– Was habe ich gestern gemacht?
– Was mache ich heute?
– Welche Hindernisse (Impediments) stehen mir im Weg?

Am Sprint Review Meeting nimmt der Kunde das Inkrement ab, im besten Fall nimmt man danach das nächste Inkrement in Angriff.

Inkremente sind lauffähige, getestete und dokumentierte Software-Teile. Ein Produktinkrement soll vor Veränderung geschützt sein.

Ein sehr guter theoretischer Ãœberbau zur Projektmethodik Scrum ist „dynamikrobustes Projektmanagement“ gemäss Professor Gerhard Wohland.

Empfehlen kann ich auch den Scrum-Kurs von Peter Stevens. Ich habe den „Certified Scrum Product Owner“ absolviert: Mit diesem Wissen kann ich die Rolle des Auftraggebers in Scrum-Projekten besser ausfüllen.

Danke fürs teilen meines Beitrags ;-)

Wer schreibt hier?

Walter Schärer bloggt über neuste Internet-Trends im Online Marketing, Social Media, Blogs, Web Analytics, SEO, Mobile und so.

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