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Social Media Zukunft: Big Data & Artificial Intelligence Gerd Leonhard

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It wasn’t raining when the ark was built: Wer im Internet dabeibleiben will, muss mit einer exponentiellen Entwicklung klarkommen.

Futurist Gerd Leonhard über aktuelle und künftige Internetentwicklungen.

Vortrag am Internet-Briefing über Social Media Marketing 2014.

Heute sind fast alle Firmen von dieser Geschwindigkeit betroffen. Wir leben in einer Welt der Screens. Wer bisher auf Print basierte, hat recht grosse Herausforderungen vor sich…

Neu ist es nicht mehr nur so, dass wir Screen anschauen, die Screens schauen jetzt auch zurück: Samsung-Fernseher beobachten zurück, damit sie wissen, wenn wir das Programm wechseln wollen. Auch Smartphone-Kameras können gehacked werden, um Leute zu beobachten. Gerd Leonhard hat entsprechend die Kamera seines Fernsehers vorsorglich zugeklebt.

Und dass Autos von selbst einparken oder überhaupt von Suchmaschinen gesteuert werden weiss inzwischen jedes Kind:

Interessantes Buch über Surveillance:

The Circle: All that happens must be known

Das Ende der Anonymität ist eine Schlussfolgerung der aktuellen Entwicklung. Privacy is theft, wer etwas privat hält, stiehlt…

Gerd Leonhard über Privacy in Social Media

Gerd Leonhard über Privacy in Social Media

Im Silicon Valley werden aktuell alle Firmen für künstliche Intelligenz aufgekauft. SEO wird in wenigen Jahren überflüssig sein, weil die Suche so intelligent geworden ist, dass man seine Inhalte nicht mehr speziell zu optimieren braucht.

Social Commerce: KLM verkauft Business-Upgrades zu einem Bruchteil des Preises am Gate kurz vor dem Einsteigen. Der Link der App ist nur wenige Sekunden gültig, in Echtzeit können leere Sitze in zusätzlichen Umsatz konvertiert werden. Dass man dafür seine Profilinformationen hergeben muss, ist klar.

Social Commerce: Gerd Leonhard über den Business-Class Upgrade von KLM

Social Commerce: Gerd Leonhard über den Business-Class Upgrade von KLM

Wearable Computing, z.B. die WristWatch für Android, zeigt künftig nicht nur Daten und Informationen, sie „fühlen“ auch wie und wo wir uns bewegen. Unsere Geräte mutieren langsam zu unserem externen Gehirn: Oder wer weiss die Telefonnummern von Freunden noch auswendig?

Via Internet of Things will man u.a. Thermostate zusammenhängen und damit kollektiv Strom sparen. Versicherungen könnten ihre Prämien dynamisch anpassen, je nachdem wieviel man sich bewegt. Auch Autoprämien können bis zu 90% vergünstigt werden, wenn man sein Auto vernetzt und das Fahrverhalten publiziert. Das scheint vorteilhaft. Fährt man aber zu schnell, könnte die Prämie um 400% steigen…

Junge besitzen immer weniger Fernseher. Sie schauen was sie wollen, wann sie wollen, wo sie wollen. Immer mehr natürlich auf Mobiles.

Verschiebung von Werbegeldern

Henry Blodget:

The money always follows the eyeballs

The money always follows the eyeballs: Oben rechts Internet, unten links Zeitungen

The money always follows the eyeballs: Oben rechts Internet, unten links Zeitungen

Werbegelder werden immer dorthin fliessen, wo sie potentielle Interessenten finden werden. Das ist z.B. immer weniger in Zeitungen und immer mehr in mobilen Kanälen. Entsprechend wandern Werbegelder aus Zeitungen ab in digitale Publikationen.

Die Google Produkte wie Now oder Keep sind so gut, dass wir unsere Daten und Informationen gerne dort speichern. Das ist auch gut für Google, weil sie von Werbung leben und diese umso effizienter und gewinnbringender ausliefern können.

Soziale Medien sind Transparenzschaffer, das ist gut, und gleichzeitig sind sie auch Ãœberwachungsmittel.

Deepmind: „Suchen“ integriert bald Gegenstände wie Ampeln oder Autos. Damit lassen sich Ampeln in Echtzeit steuern anhand der aktuellen Verkehrsverhältnisse und Fussgängerströme. Die Autos werden eh ja schon von Google gesteuert, über Android-Geräte lassen sich auch die Fussgänger beobachten. Per Google Waze laden User in Echtzeit zusätzliche Daten hoch.

Heute wird Marketing in Produkte eingebaut: Zu digitalen Waagen gibt es auch Apps, die Rezepte anbieten, damit das Gewicht wieder stimmt.

„Privat“ und „sicher“ werden zum neuen Businessmodell: Wer es sich leisten kann, wird noch privat surfen können. „Privat“ wird zur Wachstumsbranche. Das Schweizer Blackphone ist das erste sichere Smartphone, das eine genügend gute Verschlüsselung bietet.

Privatheit als Wachstumsbranche

Privatheit als Wachstumsbranche

Narrative Science ist eine Software, die Artikel schreibt. Viele unserer künftigen Texte werden nicht mehr von Journalisten geschrieben, sondern von Robotern und künstlicher Intelligenz.

Bei der Geschwindigkeit der aktuellen Entwicklung werden im Jahre 2025 Computer voraussichtlich dieselbe „Rechenpower“ haben wie das menschliche Gehirn.

Daten werden zur nächsten Währung. Neue Möglichkeiten brauchen aber auch neue Normen. Je schneller die Rechenpower zunimmt, umso schneller nimmt unsere Privatheit ab. Welche Rechte haben wir eigentlich online?

Den Vortrag von Gerd Leonhard findet man unter:

Und natürlich gibt es zu jeder Bewegung auch eine Gegenbewegung…

Zusammenfassungen der anderen Vorträge der Konferenz findet man bei Su Franke. Danke für die Zusammenstellung!

Und Bernadette Bisculm hat interessanterweise ganz andere Aspekte desselben Vortrags mitgeschnitten?

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Walter Schärer bloggt über neuste Internet-Trends im Online Marketing, Social Media, Blogs, Web Analytics, SEO, Mobile und so.

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