Internet Marketing & SEO Blog

Google: Die Zukunft der Kundenansprache

2

Digitale Transformation ist in aller Munde. Aber was bedeutet Customer Perspective für die digitale Werbung?

Yves Mäder von Google referiert am Smart Business Day 2017 von Namics über 3 Online-Trends mit Einfluss auf die Kundenansprache.

Wir User senden heute jederzeit digitale Signale aus. Diese lassen sich profilieren und für Verkaufsaktivitäten nutzen.

Nutzer senden praktisch jederzeit User-Signale

Nutzer senden praktisch jederzeit User-Signale

Wir sind aber mehr als nur „Alter und Geschlecht“! Wir haben Interessen, was gerne in Personas zusammengefasst wird.

Manchmal auch irrtümlich, wie folgende Beispiele illustrieren:

Stereotypen und ihre vermeintlichen Eigenschaften

Stereotypen und ihre vermeintlichen Eigenschaften

  • Stereotyp: Sport ist Männersache. Aber 60% und mehr der Sportartikel Einkäufer, die per Smartphone auf YouTube aktiv sind, sind Frauen!
  • Stereotyp: Gaming ist für Kinder. Mehr als 45% der Video Games Suchenden sind über 35 Jahre alt!
  • Stereotyp: Handarbeit ist für Frauen. Mehr als 40% der Handarbeitartikel Suchenden auf Mobiles sind männlich!
  • Stereotyp: Autos werden von Männern gekauft. Mehr als 60% der Autosuchenden auf Mobiles sind Frauen!

Die meisten Google-Suchen, vor allem auf Mobiles, lassen sich in die 4 typischen Micro-Moments klassifizieren:

  • Ich will sehen (mich informieren –> Wikipedia)
  • Ich will finden (hingehen –> Maps)
  • Ich will wissen (Anleitung –> YouTube Video)
  • Ich will kaufen (Online Shop)
Googles Micro-Moments

Googles Micro-Moments Konzept im Einsatz

Trend 1: Programmatic Advertising

Mit Programmatic Advertising werden die Nutzersignale erkannt und dynamisch passende Werbemittel ausgespielt. Mit guter Personalisierung wird der richtigen Person zur richtigen Zeit das richtige Angebot gemacht.

Verschiedene Werbemittel für den Netflix Film "Narcos"

Personalisierung bei Netflix am Beispiel von „Narcos“

Trend 2: Steigende Komplexität in der Customer Journey

Beim Autokauf findet eine komplexe Customer Journey statt mit unzähligen Kontaktpunkten über unterschiedliche Kanäle.

Beispielhaft komplexe Customer-Journey beim Autokauf über viele Kontaktpunkte und verschiedene Medien

Komplexe Customer-Journey über viele Kontaktpunkte

Google entgegnet dieser Entwicklung mit Machine Learning: Anhand riesiger Datenmengen werden Muster erkannt, wie beispielsweise die Bilderkennung von Google Photos oder die Live Dolmetscher App.

Entsprechend bieten Algorithmen Unterstützung, um der steigenden Komplexität Herr zu werden.

Via AdWords und den DoubleClick Echtzeit Werbemarkt spielen Kunden Werbung effizient auf der Google Trefferliste und im Google Display Network GDN aus. Auch hier sind raffinierte Bieteralgorithmen am Werk, um einen dynamischen Markt zu etablieren.

Trend 3: Respektiere den Kunden, gewinne ihr Vertrauen!

Die Werbebranche war in jüngster Zeit nicht besonders sensibel in Sachen Präsentation von Werbung. Die Reaktion der Nutzer sind Ad-Blocker und das Meiden von werbefinanzierten Medien.

Fazit:

Die Zukunft der Kundenansprache

  1. User-gerechte Ansprache via relevante Micro-Moments
  2. Machine Learning Unterstützung zur Bewältigung der Komplexität
  3. Vertrauen der Nutzer wiedergewinnen mit relevanter Werbung

Zum Thema Micro-Moments habe ich auf dem BlueGlass-Blog eine Einschätzung publiziert.

Die Methodik eignet sich bestens, um Content Marketing erfolgreich zu machen: Dank der Zielgruppen-gerechten Aufbereitung von Inhalten generieren diese positive Nutzersignale, was sich in höheren Google-Rankings spiegelt. Dies wiederum generiert mehr Traffic und bei guter Usability mehr Konversionen.

Share.

About Author

Walter Schärer bloggt über neuste Internet-Trends im Online Marketing, Social Media, Blogs, Web Analytics, SEO, Mobile und so.

2 Kommentare

  1. Dieser Artikel gibt zahlreiche Anregungen für modernes Marketing, damit am Ende die Kunden glücklich ihr Bedürfnis erfüllt bekommen. Dafür müssen sich Unternehmen sehr genau mit ihrer Customer Journey und ihrem Touchpoint-Management auseinandersetzen.

    Beste Grüße. Ralph

    • Ja, wobei es „Touchpoint-Management“ wohl besser trifft als „Customer Journey“: Letztere ist im Zeitalter von Mobiles und Multi-Channel derart fragmentiert, dass es nicht mehr sinnvoll ist, eine vermeintliche Customer Journey abzubilden. Beim Autokauf sollen ja um die 800 Kontaktpunkte relevant sein.

      Die Micro-Moment Analyse trifft das Nutzerverhalten besser und entsprechend kann man passende Inhalte aufbereiten, die in Suchmaschinen gut gefunden werden.

Leave A Reply